Zerstörerisches Schwedenfeuer

„En liten läcka kan sänka ett stort skepp." „Ein kleines Leck kann ein großes Schiff versenken“, besagt ein schwedisches Sprichwort. Ähnlich verheerend  wirkte sich ein Ereignis im schwedischen Åmål am Vänersee aus, nur dass hier gleich 130 Boote einem Brand zum Opfer fielen.

Zerstörerisches SchwedenfeuerAls in der kühlen Januar-Nacht die Feuerwehr des 1000-Einwohner-Ortes Åmål verständigt wurde, konnte sie den Brand einer Winterhalle direkt am Vänern nicht mehr eindämmen. Das Bootslager und mit ihm über 130 Segel- und Motorboote gingen in Flammen auf. Mehr oder weniger tatenlos mussten die Einsatzkräfte dem Inferno zugucken.

Aus Umweltschutzgründen versuchte die Feuerwehr erst gar nicht, den Brand zu löschen. Es bestand die Gefahr, dass verschmutztes und mit Chemikalien versetztes Löschwasser in den größten See Schwedens fließen würde, der als Trinkwasserreservoir für die umliegenden Gemeinden genutzt wird. Eine Verunreinigung hätte weitreichende Folgen gehabt.

Insgesamt wurden Boote und Ausrüstung im Wert von 300 Millionen Schwedischen Kronen (ca. 30 Millionen Euro) durch das Feuer zerstört. Auch zwei Segelyachten, die bei Pantaenius, Europas größtem Versicherungsexperten im Wassersport, versichert sind, waren betroffen: Eine 5 KR Yacht aus Mahagoni, Baujahr 1967 und eine Compromis 888 aus GFK. In beiden Fällen war nur noch der Totalverlust feststellbar.

Zerstörerisches SchwedenfeuerDie Pantaenius-Schadenabteilung in Hamburg verständigte umgehend einen Sachverständigen, dem sich ein Bild der Verwüstung bot. Letztendlich ergaben die Untersuchungen, dass der großen Hitze lediglich Stahl und Gusseisen standgehalten haben. Aluminium war bis zur Unkenntlichkeit geschmolzen, Holz und Kunststoff zu Asche verbrannt. Nur ein paar Motoren, Trailer, Benzintanks, Feuerlöscher und zwei Stahlboote konnten noch identifiziert werden. Und auch von der Winterhalle waren nur noch die Grundmauern und einige Stahlträger zu erkennen.

Die Brandursache konnte nicht einwandfrei geklärt werden. Einzig, dass sich das Feuer von außen nach innen entwickelte, stellten die Ermittler fest. Der Schaden der beiden Pantaenius-Kunden wurde in voller Höhe beglichen.

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