Sie wollen ein Jahr Pause machen oder planen einen längeren Ausbau Ihres Schiffes? Dann kümmern Sie sich rechtzeitig um den entsprechenden Versicherungsschutz für die Zeit an Land.

Sie wollen mal ein Jahr Pause machen und Ihr Schiff an Land lassen? Oder Sie planen einen längeren Um- beziehungsweise Ausbau Ihres Schiffes? Dann sollten Sie sich rechtzeitig um den entsprechenden Versicherungsschutz kümmern. Denn selbst für stillgelegte Boote besteht immer noch ein Risiko, das mit einer eingeschränkten Deckung abgesichert werden sollte.

So gibt es für Stilllieger eine abgespeckte Kasko-Variante mit eingeschränkter Deckung, die bis zu 30 Prozent günstiger ist, als die „normale“ Kaskoversicherung. Bei uns beinhaltet die Stillliegeversicherung beispielsweise Schäden infolge von Brand, Blitzschlag, Explosion, höherer Gewalt und Diebstahl. Nicht versichert sind hingegen unter anderem Strandung, Wassereinbruch oder Sinken. Derartige Risiken müssen bei einem Schiff, das eingelagert wird, ja nicht beachtet werden.

Stillliegen heißt auch wirklich still liegen

Wer nun plant, seine Kaskoversicherung für das Winterlager auf die Stillliegedeckung umzustellen, um Geld zu sparen, der irrt. Eine Stillliegeversicherung ist definitiv nur für Eigner, die ihr Schiff für längere Zeit – also mindestens ein Jahr – ungenutzt an Land stehen lassen wollen. Gleichwohl aber gilt der Versicherungsschutz bei Unfällen des Fahrzeuges, während es auf dem Grundstück der Lagerstätte abgestellt bzw. umrangiert wird. Auch ist davon abzuraten, eine Stillliegeversicherung abzuschließen, wenn das Schiff verkauft werden soll. Schließlich möchte der potenzielle Käufer das Schiff sicher Probe fahren oder segeln.

Für Segler oder Motorbootfahrer, die zeitaufwändige Arbeiten an ihrer Yacht planen, ist eine Ausbau- beziehungsweise Umbauversicherung sinnvoll. Wie bei Stillliegern, handelt es sich um eine Kasko-Variante mit eingeschränkter Deckung, bei der zusätzlich noch das Kran- und Sliprisiko versichert ist. Außerdem können bei privat vorgenommenen Arbeiten auch angeschaffte Einbaumaterialien und mitgebrachte Werkzeuge mitversichert werden.

Versicherungswert richtet sich nach dem Baufortschritt

Das Besondere bei dieser Kasko-Variante ist, dass es einen dynamischen Versicherungsverlauf gibt, somit also der Baufortschritt berücksichtigt wird. Der Versicherungswert bezieht sich auf den aktuellen Stand der Aus- oder Umbauarbeiten. Entsprechend muss der Eigner den Baufortschritt an seiner Yacht nachvollziehbar dokumentieren. Die Prämie ist, wie bei der Stillliegeversicherung günstiger, als eine vollumfängliche Kaskoversicherung, basiert jedoch auf dem Bauendwert.

Versicherungsschutz entspricht dem tatsächlichen Realwert

Die Bewertung wird nach Rücksprache mit dem Eigner über die geplanten Um- und Ausbauarbeiten sowie dem Fachbetrieb, der die Arbeiten eventuell ausführt, vorgenommen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Versicherungsschutz zu jedem Zeitpunkt auch dem tatsächlichen Realwert entspricht. Mehr als ärgerlich wäre es beispielsweise, wenn der Eigner bereits viele Arbeitsstunden und Tausende von Euro in ein neues Teakdeck investiert hat, und das dann bei einem möglichen Hallenbrand nicht berücksichtigt würde.

Unabhängig davon, ob ein Schiff stillgelegt oder für umfangreiche Aus- und Umbauarbeiten für einen längeren Zeitpunkt an Land gestellt wird, in jedem Fall sollte eine Haftpflichtdeckung aufrechterhalten werden. Das ist nicht nur wichtig, um mögliche fremde Forderungen zu befriedigen, sondern unter Umständen auch, um ungerechtfertigte Ansprüche von Dritten abzuwehren.

 

 

 
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