Nach einer harten Regattawoche mit insgesamt sieben Wettfahrten belegt die Crew der Segelyacht Elan von Pantaenius Inhaber Harald Baum in der Gesamtwertung der Swan European Regatta einen starken zweiten Platz.

Nach einer harten Regattawoche mit insgesamt sieben Wettfahrten belegt die Crew der Segelyacht Elan von Pantaenius Inhaber Harald Baum in der Gesamtwertung der Swan European Regatta einen starken zweiten Platz. Daniel Baum, der bei der prestigeträchtigen Regatta des Royal Yacht Squadrons die Rolle des Skippers von seinem Vater übernommen hat, über Frühstarts, den Willen zum Sieg und das Regattasegeln mit der Familie.

Daniel, herzlichen Glückwunsch zum Vize-Europameistertitel. Zwischendurch sah es für die Elan nicht ganz so gut aus. Was ist passiert?

Wir sind die ersten zwei Tage gut und konstant gesegelt aber am Donnerstag beim Coastal Race haben wir leider einen völlig unnötigen Fehler gemacht. Bei mitlaufender Tide und totaler Flaute legten wir einen Frühstart hin. Der Weg zurück über die Startlinie kostete uns unter diesen widrigen Bedingungen gute zwei Stunden. Obwohl wir alles versucht haben, stellten wir nach knapp vier Stunden fest, dass wir das Zeitlimit von sechs Stunden unmöglich schaffen können. Also haben wir das Rennen aufgegeben. Um jetzt noch eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben, war klar, dass wir am Freitag beide Rennen gewinnen müssen. Wir waren überzeugt es schaffen zu können. Am Ende haben wir das letzte Rennen tatsächlich gewonnen. Gerade 4 Sekunden haben zum Gesamtsieg gefehlt. Trotzdem eine tolle Regatta.

Du nimmst schon seit vielen Jahren an dieser Wettfahrt teil. Kannst du dich noch an dein erstes Mal erinnern?

An das erste Mal Cowes kann ich mich noch sehr gut erinnern. 1985, ich war gerade 13, bin ich als Trimmer mitgefahren. Dieter Gast war am Vorschiff und Opielok an der Genua-Schot. Ich erinnere mich an ziemlich ausgelassene Stimmung und tolles Segeln. Der Fluch des Frühstarts hat uns allerdings schon damals heimgesucht. 

Der Solent ist nicht unbedingt das beliebteste Revier bei vielen Regattaseglern. Was macht für dich den Reiz des Swan Cups aus?

Das Regattasegeln im Solent bei der Isle of Wight ist für mich das Mekka des Segelsports. Es bringt einen irren Spaß und die Kulisse ist absolut atemberaubend. Bei allem Respekt für unsere deutschen Regatten und natürlich auch die im Mittelmeer aber das Niveau der Wettfahrten für mittelgroße Cruiser-Racer ist im Solent weitaus höher einzuschätzen als irgendwo sonst.

Obwohl die Elan häufig zu den ältesten Schiffen der Flotte gehört, fährt sie regelmäßig Siege ein. Was ist ihr Geheimnis?

Unser Geheimnis ist, dass wir die Elan kontinuierlich in Schuss halten und intensiv auf die Regatten vorbereiten. Es gibt viele Beispiele für die akribische Arbeit, die in der Elan stecken. Allein am Segeldesign haben wir jahrelang herumgedoktert. Während der European Swan Regatta waren wir die einzige Yacht mit Sturm-Spi und einer Genua III. Während der zwei ersten Tage hat uns diese Präzision bei der Planung einen enormen Vorteil verschafft.

Du segelst ja mit deinem Vater. Wer euch beide kennt, weiß um den Ehrgeiz, der den Baums scheinbar mit in die Wiege gelegt wird. Ist an Bord genug Platz für Vater und Sohn?

Nun ja, diese Regatta habe ich geskippert. Natürlich ist es für ihn nicht immer einfach das Ruder aus der Hand zu geben. Er steht schließlich schon länger am Ruder von Segelyachten, als ich alt bin. Aber ob am Ruder oder nicht. Die Erfahrung meines Vaters ist enorm wichtig für den Erfolg der Elan. Wir könnten gar nicht auf ihn verzichten. Seine besonnene Art färbt ab. Mit ihm an Bord behält die Crew auch in schwierigen Situationen die Nerven. Das hat also super geklappt.

Viele kennen dich bei Wettfahrten wie der Glückstadtregatta auch an Bord deiner H-Jolle Frida. Welches Schiff passt besser zu Daniel Baum?

In meinen Augen sind beide für sich perfekt und beide bieten ihre ganz eigene Herausforderung.

Einen Traum den du dir an Bord der Elan noch nicht erfüllt hast?

Schwierige Frage - Zeiten ändern sich und für andere Ansprüche braucht man dann auch vielleicht mal ein anderes Boot. Wir werden sehen.

Eine letzte Frage. Wie sehen deine seglerischen Pläne für den Rest der Saison aus?

Wie jedes Jahr die Flensburger Herbstwoche und natürlich die spannenden Rennen um die Bezirksmeisterschaften der Elb-H-Jollen. Spätestens dann sieht man mich wieder auf dem Wasser.

Bilder zur Regatta gibt es unten in unserer Fotostrecke.

 

Mit dieser Crew segelte die Elan zum Vize-Europameistertitel:

Harald Baum
Daniel Baum
Anna Baum
James Gair
Leanna Hill
Thomas Wibberenz
Sven Ove Baumgartner
Hannes Pagel
Alastair Sayers
Henrik Scheel

 
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