Startklar für die Saison?

Winter bedeutet für viele Wassersportler in Europa vor allem eines: Geduld. Obwohl der Frühling sehnsüchtig erwartet wird, scheint er uns dennoch immer wieder zu überraschen. Nun soll alles möglichst schnell gehen und das Boot am liebsten jetzt statt später zu Wasser gelassen werden.

Damit es nach dem Kranen oder Slippen nicht zu bösen Überraschungen kommt, hat Pantaenius die wichtigsten Tipps für einen sicheren Start in die neue Saison zusammengefasst.

Vor dem zu Wasser lassen:

  • Inspizieren Sie die Schlauchstellen. Sinnvoll sind doppelte Klemmschlauchverbindungen aus rostfreiem Material. Stellen sie sicher, dass diese gut sitzen.
  • Überprüfen Sie den Schiffspropeller auf Beulen, Rostfraß und Verformung.
  • Stellen Sie sicher, dass die Propellersicherung intakt ist. Greifen Sie an den Propeller und versuchen Sie die Welle zu bewegen. Zu viel Spiel deutet darauf hin, dass das Lager verschlissen ist und ersetzt werden muss.
  • Überprüfen Sie die Außenhaut auf Beschädigungen.
  • Prüfen Sie die Seewasserfilter auf Dichtigkeit und Funktion. Über Winter kann es hier hin und wieder zu Frostschäden kommen.
  • Prüfen Sie bei Einbaumotoren, ob die Propellerwelle und die Stopfbuchsen korrekt sitzen und frei von Beschädigungen sind. Bei Wartungsarbeiten im Winter an der Welle oder Dichtung können Fehler passiert sein, die beim zu Wasser lassen zu Wassereinbruch führen. Dieser Bereich ist daher genauestens zu kontrollieren.
  • Stellen Sie sicher, dass die Lenzschraube (falls vorhanden) korrekt eingeschraubt ist.

Außenbordmotoren:

  • Überprüfen Sie Schaft und Propeller auf Beschädigungen, Lenkung auf Funktion und insbesondere auch den Ölstand bei hydraulischen Lenkungen sowie Powertrimm.
  • Inspizieren Sie die Gummis des Außenbordmotors auf rissige, getrocknete oder verschlissene Stellen. Achten Sie auch auf die Falten und ersetzen Sie Gummis bei Verdacht.
  • Ersetzen Sie abgenutzte Anoden.
  • Inspizieren Sie die Umhüllung der Seitzugsteuerung auf Risse, Quellungen, Korrosion und Knicke.

Motoren und Kraftstoffanlagen:

  • Inspizieren sie Kraftstoffleitungen, Füll- und Ablassschläuche auf Nachgiebigkeit, Brüchigkeit oder Risse. Überprüfen Sie alle Anschlüsse auf undichte Stellen und stellen Sie sicher, dass alle Leitungen so verlegt sind, dass keine Scheuerstellen entstehen können.
  • Untersuchen Sie Kraftstofftanks, -pumpen und Filter auf Undichtigkeit. Die Schellen müssen korrekt sitzen. Reinigen bzw. ersetzen Sie verschmutzte Kraftstofffilter.
  • Alle paar Jahre muss der Abgaskrümmer auf Durchrostung, Risse und Verschleiß überprüft werden.
  • Gummimanschetten und Faltenbälge an Z-Antrieben und Saildrives überprüfen und entsprechend der Herstellerangaben zum Wechselintervall austauschen.
  • Reinigen Sie die Batterieklemmen und schmieren sie mit etwas Polfett ein, bevor Sie die Klemmen wieder ansetzen. Füllen Sie bei der Batterie wenn nötig destilliertes Wasser nach.
  • Prüfen Sie alle elektrischen Verbindungen auf Korrosion.
  • Überprüfen Sie die Funktion des Bilgenlüfters bei Benzinmotoren.

Bootsanhänger:

  • Inspizieren Sie Reifen und Seitenwände auf Risse oder fehlendes Profil und ersetzen Sie diese, wenn nötig. Prüfen Sie auch den Ersatzreifen.
  • Überprüfen Sie die Radlager auf Spiel und testen Sie alle Lichter auf Funktion.
  • Testen Sie die Bremsanlage auf Funktion und inspizieren Sie die Bremsleistungen auf Schäden.
  • Inspizieren Sie den Rahmen des Anhängers auf Beschädigungen und Korrosion.

Verschiedenes:

  • Prüfen Sie das das Haltbarkeitsdatum der Leuchtsignale und Feuerlöscher.
  • Überprüfen Sie die Bilgenpumpe auf Funktion. Testen Sie Schalter und Schwimmerschalter auf Funktion.
  • Überprüfen Sie Festmacher und Ankerleinen auf Beschädigungen und Alter.
  • Gasanlagen bedürfen der regelmäßigen Wartung durch einen Fachmann.

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns gerne an (+49 40 370910) oder schreiben eine Email an yacht@pantaenius.com