Spätestens seit der anrührenden Hollywood-Verfilmung mit Tom Hanks und Meg Ryan sind Hausboote voll im Trend. Aber was in Seattle, Amsterdam, London, Kopenhagen oder Paris schon lange zum Stadtbild gehört, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen.

Und doch, auch hierzulande zieht es immer mehr Leute in ein dauerhaftes Wohnquartier aufs Wasser. Wer sich den Traum vom Hausboot erfüllen will, der sollte jedoch gut vorbereitet sein, damit die Realität nicht in schlaflosen Nächten mündet.

Wassersportfreunde, Naturliebhaber, Individualisten – die Bandbreite der Menschen, die nach dem etwas anderen, dem besonderen Wohnerlebnis suchen, ist groß. Aber nur wenige hatten in Deutschland bisher die Möglichkeit, den Wunsch vom Leben am Wasser auch tatsächlich zu realisieren. Wassergrundstücke sind rar und teuer, da scheint ein Hausboot die ideale Lösung. Doch lange haben Kommunen, Gemeinden und Städte das Potenzial nicht erkannt und waren auf entsprechende Anfragen und Genehmigungsverfahren nicht eingerichtet.

Das ändert sich aber: So hat beispielsweise die Stadt Hamburg mit dem Gutachten „Wohnen auf dem Wasser“ eine Grundlage zur Umsetzung von schwimmenden Wohnquartieren geschaffen. An der Elbe und auf Seitenkanälen sollen 75 bis 100 Liegeplätze entstehen. Erste Pilotprojekte sind bereits angelaufen, weitere sollen folgen. Beim Bezirksamt Mitte gibt es sogar einen eigens dafür ernannten Hausboot-Lotsen, der die steigende Zahl von Anfragen steuert.

Mit den zunehmenden Aktivitäten auch in anderen deutschen Städten ist das Angebot von Architekten, Herstellern, Werften und Projektentwicklern deutlich angestiegen. Moderne Floating Homes sind mittlerweile schon ab 170.000 Euro zu bekommen, ein Schnäppchen im Vergleich zu „festen Immobilien“ am Wasser. Die Finanzierung ist jedoch nicht ganz einfach, da viele Banken davor zurückschrecken. Denn während ein Grundstück beliehen werden kann, ist das mit einem Wasserliegeplatz nicht möglich. Eine gute Eigenkapitaldecke ist deshalb erforderlich – und natürlich ein Liegeplatz. Und der ist lange nicht so einfach zu bekommen wie für eine Motor- oder Segelyacht.
Die Zahl der Bewerber für ausgeschriebene Liegeplätze übersteigt bei Weitem das Angebot, und die Genehmigung unterliegt strengen Auflagen. Der Hausbootbesitzer muss einen Schwimmfähigkeitsnachweis erbringen, der alle fünf Jahre zu erneuern ist. Darüber hinaus muss der zukünftige Lieger für die erforderliche Infrastruktur sorgen, beispielsweise den Anschluss an öffentliche Ver- und Entsorgungssysteme oder sichere landseitige Zugänge für Rettungs- und Feuerwehrkräfte. Das sind Erschließungskosten, die nicht unerheblich sind und zusätzlich zur Liegegebühr auf den Nutzer zukommen.
Nicht zu vergessen das Thema Versicherung. Hier stellt sich automatisch die Frage: Haus oder Boot? „Es gibt Versicherungen, die Hausboote wie Schiffe einstufen. Das geht natürlich nicht“, sagt Lars Töppner vom Versicherungsspezialisten Pantaenius. Das komplette Hab und Gut auf einem Hausboot könne nicht wie „Persönliche Effekten“ bei einer Yachtkasko-Versicherung behandelt werden. „Immerhin handelt es sich um den gesamten Hausstand, dafür bedarf es natürlich einer gängigen und auf die Wassergefahren abgestimmten Hausratversicherung“, so Töppner.

Andersherum kann eine übliche Immobilienversicherung nicht einfach auf ein Hausboot angewendet werden, da teilweise andere Risiken bestehen, wie beispielsweise Havarieschäden oder Gefahren durch Eis und Treibgut. „Deshalb haben wir ein spezielles Hausboot-Versicherungspaket geschnürt – ein Mix aus Yacht- und Immobilienversicherung.“ Dabei kommt zugute, dass die Pantaenius Gruppe mit ihren Geschäftsbereichen Yachtversicherung und Sachversicherung einschlägige Kompetenzen in beiden Bereichen besitzt.

Der Vorteil: eine auf Hausboote zugeschnittene Lösung aus einer Hand inklusive Kasko-, Havarie-, Hausrat- und Haftpflichtversicherung. „Je nach Bedarf können wir das Angebot außerdem um eine Transport- , Bauherrenhaftpflicht- oder Mietausfallversicherung ergänzen“, so der Pantaenius-Experte. „Damit können die zukünftigen Hausbootbewohner dann auch beruhigt schlafen und ihren Lebenstraum genießen.“

Weitere Informationen zu dem Thema können direkt bei Pantaenius angefragt werden.