Pantaenius unterstützt das Sailing Team Germany rund um die IMMAC One4all in ihrer Ausbildung der Nachwuchssegler. Unsere Marketingmitarbeiterin Janine Soyka hat die Crew auf der ORC Worlds in Kiel besucht und sie einige Stunden auf dem Segelboot begleitet.

Pantaenius unterstützt das Sailing Team Germany rund um die IMMAC One4all in ihrer Ausbildung der Nachwuchssegler. Unsere Marketingmitarbeiterin Janine Soyka hat die Crew auf der ORC Worlds in Kiel besucht und sie einige Stunden auf dem Segelboot begleitet. Kai Mares, Leiter des Projektes, stand ihr nach der Weltmeisterschaft mit ein paar persönlichen Worten zum Projekt, Training, Einsatz und Rekrutierung neuer Teammitglieder zur Verfügung und gibt so einen kleinen Einblick in den Alltag der Youngster.



Glückwunsch vom gesamten Pantaenius-Team zu dem tollen Erfolg bei der ORC Worlds in Kiel! Am Mittwoch, dem dritten Renntag, durfte ich euch ein paar Stunden an Bord kennenlernen und mir ein Bild davon machen, wie ihr aufgestellt seid. Davon, dass ihr ein eingespieltes Team seid, das neben einer Menge Ehrgeiz viel Spaß am gemeinsamen Segeln mitbringt, habt ihr mich schnell überzeugen können.

Segelt ihr als Crew schon lange zusammen, oder woher kommen der Teamgeist und das gute Zusammenspiel?

Ich bin seit einem Jahr für die sportliche – und Projektleitung zuständig und habe das Team im Juni 2013 übernommen. Somit konnten wir auf einige Segler zurückgreifen, die schon länger im Team sind (1 bzw. 2 Jahre). Da wir jedes Jahr im Herbst eine Sichtung für neue Talente durchführen, hatten wir im Oktober 2013 viele der sich jetzt im Team befindenden Segler gesichtet. Kurz gesagt, segeln wir in dieser Konstellation lediglich seit Anfang 2014 zusammen. Das gute Zusammenspiel kommt dadurch, dass wir im Frühjahr jedes Wochenende trainieren und konsequent und fokussiert an dem Ziel arbeiten, unsere Performance zu verbessern. Der gute Teamgeist lässt sich sicher damit begründen, dass wir neben der ganzen professionellen Herangehensweise nie den Spaß vergessen.

Ihr kommt ursprünglich nicht alle aus der gleichen Gegend und habt dennoch zusammengefunden.
Wie viel persönlicher Einsatz wird da von
jedem einzelnen im Alltag abverlangt, um eine solche WM zu meistern und sich bestmöglich vorzubereiten?

Richtig, unser Team kommt aus ganz Deutschland. Um die hohe zeitliche Verfügbarkeit zu gewährleisten, sind viele unserer Teammitglieder nach Kiel gezogen, um auch parallel noch  studieren zu können. Wir erwarten eine hohe körperliche Fitness, welches sich sicherlich nicht mit drei Mal wöchentlich ins Fitnessstudio gehen bewerkstelligen lässt. Dann kommen die ganzen Wasserstunden dazu, welches wie gesagt alle Wochenenden im Frühjahr blockt und dann immer nochmal ein paar weitere Wochenenden zwischen den einzelnen Regatten. Zur WM ist zu sagen, dass sich das Team eine Woche vor WM-Beginn zur Vorbereitung getroffen hatte. Wie man sieht ist das eine ganze Menge an Zeit, die hier benötigt wird. Im Winter wurde unser Schiff von der gesamten Crew überarbeitet und modifiziert, was auch nochmal 2.800 Arbeitsstunden verschlang. Dazu kommt noch die ganze Organisation, Projektmanagement,  Einkauf der richtigen Segel, Optimierung der Vermessung, Sponsorensuche- und Pflege etc.- eigentlich ein Full- time- Job.

Wie sieht das lockere Training in der Vorbereitungswoche aus?

Viel am Schiff basteln. Das Schiff für die Vermessung vorbereiten. Ein wenig Sport um die erreichte Fitness zu halten und ein paar Wasserstunden um Manöverabläufe zu automatisieren und auch noch ein paar Trimmschläge.

Was stellte sich bei den Rennen als besondere Herausforderung raus?

Wenn es schlecht läuft, das Team zu motivieren. Im Ernst, die große Herausforderung ist es immer das Schiff 100% zu segeln. Wir segeln hier nicht wie in einer Einheitsklasse gegen einen direkten Gegner, sondern gegen unsere Vermessung. Das bedeutet wir müssen zu jedem Zeitpunkt die 100% Performance aus dem Schiff holen, um unsere Vermessungsvorgaben zu erreichen.

Als Youngster-Crew neben all den internationalen, erfahrenen Teilnehmern hat man sicherlich eine Menge Respekt vor solch einer Meisterschaft. Euer Ziel lautete „Die großen Teams ärgern und eine bestmögliche Performance zeigen.“ Glaubt ihr, dass eure junge Dynamik ein Vorteil gegenüber den älteren Teilnehmern sein könnte? 

Klar, aber wenn es sich um Profis handelt, dann nützt einem die junge Dynamik auch nichts. Unser Vorteil ist, dass wir unser Team professionell führen: für die Fitness zu sorgen, perfektes Material zu haben und einfach viel und effektives Training zu betreiben, um das aufzuholen, was die großen Teams an Vorsprung haben.

Wie motiviert man sich im Team, wenn ein Renntag  trotz all der Mühe und den Anstrengungen nicht so gut gelaufen ist, wie man es sich erhofft hatte?

Das ist der Sport- nur wer am nächsten Tag wieder aufstehen und kämpfen kann, der ist ein richtiger Sportler. Die Motivation zieht man sich aus den vielen Stunden der Vorbereitung- was ist eine verpatze Wettfahrt gegen 2.800 Arbeitsstunden im Winter.
Außerdem haben wir für uns Ziele festgelegt und wenn ein Tag schlecht gelaufen ist, dann muss man sich am nächsten Tag noch mehr anstrengen, um das Ziel zu erreichen und - Gott sei Dank sind alle so willensstark- dann an einem Strang ziehen. 

Auf Facebook ruft ihr gerade zur Sichtung für das kommende Jahr auf. Kann man mit einer regen Beteiligung rechnen? Anhand welcher Kriterien wählt ihr die künftigen Crewmitglieder aus?

Ja, wir erwarten eine Menge Bewerber, da wir gerade im letzten Jahr eine tolle Außenwirkung erreicht haben und viele mitmachen möchten.  Die Bewerber müssen teamfähig sein, gewisse seglerische Ausbildung besitzen, hohe Fitness vorweisen, hohe zeitliche Verfügbarkeit und den Willen haben sich weiterbilden zu wollen.

Bei der ORC Worlds in Kiel hattet ihr lediglich eine junge Frau mit an Bord. Seid ihr auf der Suche nach einer höheren Frauenbeteiligung?

Klar, das liegt nicht an uns- also Mädels bitte bewerben. Ganz so mit nur einer Frau an Bord stimmt nicht, da wir auch noch zwei weitere Frauen im Team haben. Leider hatte sich die eine verletzt und die andere musste ihre Prüfungen schreiben.

Im Anschluss an diese  Saison geht die Arbeit vermutlich im Winterlager weiter. Wo überwintert  die IMMAC One4all und findet trotz der kalten Jahreszeit weiterhin eine Form des gemeinsamen Trainings statt?

Ja, unsere Yacht kommt in Kiel bei der Knierim Werft einem unserer Supplier in die Winterhalle. Dort wird die Yacht wieder für 2015 fit gemacht. Ein gemeinsames Training, dann auch mit den neuen Teammitgliedern aus der jetzigen Sichtung im Oktober, findet dann im Februar und März statt. Beide Termine sind aber nur von theoretischer Natur. Das Wassertraining beginnt dann vor Ostern- wenn das Eis verschwunden ist.

Wie lautet euer nächstes großes Ziel?

Deutsche Meisterschaft und eventuell auch die Europameisterschaft.

Ein paar letzte Worte, wieso das Segeln auf der IMMAC One4all so ein großartiges Projekt für Nachwuchssegler ist.

Weil wir ein einzigartiges Projekt in Deutschland sind, das auf hohem Niveau Jugendliche
für das Hochsee- Regattasegeln ausbildet und das mit viel Motivation und Spaß an die Sache geht. Außerdem können wir aufgrund unserer Sponsoren und Supplier den Jugendlichen optimales Material und ein konkurrenzfähiges Schiff bereitstellen.

Nähere Infos zur Sichtung auf www.immac-one4all.de.

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