Pantaenius „klaut“ Motoryacht zurück

Diebe, die es auf die Boote von Pantaenius-Kunden abgesehen haben, sollten lieber die Finger davon lassen. Denn wenn es darum geht, Diebesgut zurückzubekommen, ist der Yachtversicherungsspezialist nicht nur hartnäckig, sondern auch ziemlich einfallsreich.

Ende vergangenen Jahres bekam Lars Larsen, Schadenexperte bei Pantaenius Dänemark, einen aufgeregten Anruf von einem Kunden. Seine Motoryacht vom Typ Nimbus 250, die mit 1,4 Millionen Dänischen Kronen bei Pantaenius versichert ist, sei von dem Liegeplatz in einer Marina in Kopenhagen verschwunden. „Ungewöhnlich, denn eigentlich gilt dieser Yachthafen als recht sicher“, weiß Larsen aus Erfahrung.

„Rufen Sie die Polizei an und melden Sie den Diebstahl. Um alles weitere kümmern wir uns“, beruhigte Larsen den Eigner. Innerhalb von nur einer Stunde stellte der Versicherungsexperte alle verfügbaren Informationen zu Schiff und Diebstahl zusammen, um sie an MCS Marine Claim Service weiterzuleiten. Das Unternehmen ist auf SchadenbegutachtungFahndung sowie Bergung und Schadenmanagement im Yachtsegment spezialisiert und wird bei solchen Fällen immer von Pantaenius herangezogen.

MCS FahndungsbildMCS hat noch am selben Tag ein Fahndungsschreiben an sein weltweites Netzwerk mit 35.000 Kontakten, zu dem unter anderem Hafenmeister, Werften, Serviceunternehmen, Lotsen und Hafenbehörden gehören, verschickt. Sollte die gestohlene Nimbus irgendwo auftauchen, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie erkannt wird.

Und so kam es dann auch. Nur vier Tage später bekam Larsen einen Anruf von einem Mann. Der Motorboot-Fan war im Internet auf der Suche nach einem Gebrauchtboot und stieß dabei auf die Fahndungsmeldung. Und wie es der Zufall will, entdeckte der Mann das Schiff bei einem Spaziergang im Hafen von Dragør. Er sei sich sicher, dass es sich um die gestohlene Nimbus handele, und sie würde auf einem Trailer mit osteuropäischem Kennzeichen stehen.

Nichts wie los, dachte sich Larsen und machte sich sofort auf den Weg nach Dragør, und zwar mit einem Truck mit eigenem Kranausleger. Während der Fahrt informierte er den Eigner darüber, dass man sein Boot gefunden habe, und es nun zurückgeholt würde. Der glückliche Besitzer gab die Information wiederum an die dänische Polizei weiter. Deren Interesse hielt sich jedoch in Grenzen, und die Beamten betrachteten die Angelegen damit als erledigt. Das Boot sei ja wieder aufgetaucht.

Nachdem sich Larsen vergewissert hatte, dass es sich wirklich um die vermisste Motoryacht handelt, nahm er das Diebesgut kurzerhand auf den Haken und verlud es auf seinen Truck. „Ich hätte gerne die Gesichter der Diebe gesehen als sie feststellten, dass ihnen das gestohlene Boot ‚geklaut‘ wurde“, gibt der Däne zu. Leider machte die Polizei keinerlei Anstalten, den Tätern aufzulauern.

Der Eigner sei auf jeden Fall unglaublich glücklich und angenehm überrascht gewesen, sein Boot so schnell zurückzubekommen. Die Diebe haben zwar einen kleinen Schaden an der Startelektrik verursacht, der natürlich von der Kasko-Versicherung getragen wird. „Aber Hauptsache ist doch, dass das Boot zurück und der Kunde zufrieden ist“, so Schurken-Schreck Larsen.

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