Großbrand im Yachthafen Barcelona

Was zunächst klein begann, endete verheerend. Ein Brand im Yachthafen der katalanischen Hauptstadt Barcelona richtete einen Schaden in Millionenhöhe an.

Es war in den frühen Morgenstunden eines Februarmorgens, als dem Kapitän einer Motoryacht im Hafen Port Vell in Barcelona beißender Rauch in die Nase stieg. Blitzschnell reagierte er und stürmte zwei Liegeplätze weiter, um die schlafende Besatzung der Dominator 78, aus der die Schwaden aufstiegen, zu wecken. Erste Brandbekämpfungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Feuerwehr traf kurze Zeit später im Yachthafen ein. Doch auch sie konnte nicht mehr verhindern, dass die Flammen auf zwei weitere Motoryachten und ein Segelschiff übergriffen. Obwohl den Einsatzkräften wasserseitig zwei Hafenschlepper mit ihren Löschanlagen zur Hilfe kamen, brannten die vier Schiffe vollständig aus. Sie sanken nach zwei Stunden auf den Grund des Hafenbeckens. 

Unter den Havaristen befand sich auch eine Motoryacht vom Typ Majora 31M, die bei Pantaenius versichert war: „Am 3. Februar wurde unser Büro in Palma de Mallorca von dem spanischen Eigner über den Vorfall unterrichtet“, erinnert sich Holger Flindt, Leiter der Pantaenius-Schadenabteilung in Hamburg. „Umgehend haben wir einen unserer Experten nach Barcelona geschickt, der sich gemeinsam mit einem örtlichen Sachverständigen ein Bild von der Lage gemacht hat.“ Durch das Eingreifen der Feuerwehr und die Verlegung umliegender Boote aus der Gefahrenzone konnte zum Glück verhindert werden, dass weitere Schiffe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Lediglich einige kleinere Hitzeschäden und Verunreinigungen durch Ruß wurden festgestellt. Die gesunkenen Boote waren jedoch alle ein Totalschaden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft mussten weitere Ermittlungen aufnehmen.

Der Gesamtschaden betrug mehr als 16 Mio. Euro. Hinzu kamen die Kosten für die Bergung und Wrackbeseitigung. Glück im Unglück für den Eigner, denn diese sind bei Pantaenius vollständig abgedeckt. Anerkennende Worte findet Flindt noch für den Kapitän, der den Brand seinerzeit entdeckte: „Er hat sich vorbildlich verhalten. Durch sein schnelles Eingreifen wurde nicht nur verhindert, dass Menschen zu Schaden gekommen sind, sondern auch, dass weitere Schiffe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch der spanische Eigner der Majora habe genau richtig gehandelt und sofort Pantaenius informiert. „Je schneller wir vor Ort sind, desto größer die Chance, schadenmindernde Maßnahmen einleiten zu können.“

Damit es gar nicht erst zu solch verheerenden Schäden kommt, empfiehlt Pantaenius, auf Segel- und Motoryachten je nach Schiffstyp, geeignete Brandschutzanlagen einzusetzen. Sie gehören häufig nicht zur Standardausstattung, sind jedoch vergleichsweise günstig nachzurüsten.

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