Großyachten richtig auflegen

Die Außerbetriebsetzung von Yachten erfordert eine strukturierte Planung.

Klassifikationsgesellschaften wie der Germanische Lloyd oder Det Norske Veritas habe dazu bindende Richtlinien für gewerblich genutzte Schiffe herausgebracht. Aber auch bei Privatyachten sollten diese Verfahren beachtet werden, um den Zustand des Schiffes zu erhalten.

Die Richtlinien der Klassifikationsgesellschaften beinhalten unter anderem Empfehlungen und Hinweise für die Sicherheit, den Werterhalt sowie die Konservierung des Schiffskörpers und aller technischen Einrichtungen.

In welchem Umfang ein Schiff stillgelegt wird hängt grundsätzlich von der Dauer der Außerbetriebsetzung ab. Entsprechend wird zwischen einer „heißen“ oder einer „kalten“ Stilllegung unterschieden. Maßnahmen sind außerdem vom Ort der Stilllegung, den klimatischen Bedingungen und dem allgemeinen Zustand des Schiffes abhängig.

Bei einer „heißen“ Stilllegung wird die Yacht für eine begrenzte Anzahl von Wochen deaktiviert. Dabei ist das Schiff weiterhin mit einer kleinen Besatzung bemannt, die die reduzierten technischen Aktivitäten überwachen sowie die erforderliche Sicherheit hinsichtlich Feuer, Leckagen und Verankerung gewährleisten. Ganz wichtig: Die Crew muss dabei sicherstellen, dass die Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen konstant bleiben, um Kondensation zu vermeiden. Denn Schwitzwasser tut weder der komplexen Maschinenanlage und Elektronik noch der hochwertigen Einrichtung von Großyachten gut. Die Reaktivierung aus einer „heißen“ Stilllegung kann vergleichsweise schnell erfolgen. 

Großyachten richtig auflegen

Im Gegensatz dazu werden bei einer „kalten“ Stilllegung fast alle Funktionalitäten des Schiffes runtergefahren und der technische Betrieb weitestgehend eingestellt. Die Yacht wird förmlich eingemottet. Trotzdem sind auch hier zahlreiche Maßnahmen zu beachten, damit das Schiff während der Aufliegezeit keinen Schaden nimmt und seinen Versicherungsschutz nicht verliert. So muss auch hier für eine ausreichende Belüftung gegen Kondenswasser gesorgt werden. Pantaenius-Schadenexperte Holger Flindt rät außerdem, einen Liegeplatz zu wählen, der durchgängig bewacht und kontrolliert wird. Trotzdem sollte auch beim „kalten“ Stilllegen in regelmäßigen Abständen jemand an Bord kommen und nach dem Rechten sehen.

Flindt hat schon viele Schäden gesehen, die durch falsches oder unprofessionelles Auflegen verursacht wurden. Beispielsweise werden Kühlsysteme und Seeventile nicht fachgerecht geschlossen, sodass Leckagen entstehen und das Schiff vollläuft. Das ist alles schon passiert.“ Aus diesem Grund bietet Pantaenius seinen Kunden Hilfe an und gibt Tipps, wenn es um die fachgerechte Stilllegung einer Yacht geht. Eigner und Betreiber kommerziell genutzter Yachten sollten sich darüber hinaus an ihre Klassifikationsgesellschaft wenden und sich nach den erforderlichen Klassevorgaben erkundigen.

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