Gravierend mehr Sicherheit

Das gemeinsame Präventionskonzept der Wasserschutzpolizei (WSP) und Pantaenius gegen den Diebstahl von und auf Sportbooten wird seit Jahren mit großem Erfolg praktiziert. Zahlreiche Fälle belegen, dass durch die Gravur und Registrierung von Außenbordmotoren, Schlauchbooten und Ausrüstungsgegenständen nicht nur Diebstähle aufgeklärt, sondern sogar verhindert werden.

Die Wasserschutzpolizei übernimmt die Gravur von Außenbordmotoren und Ausrüstung.

Wie die WSP Flensburg bestätigt, hat sich die Gravuraktion mittlerweile in Verbrecherkreisen herumgesprochen. So hätten Täter bei Vernehmungen erklärt, dass sie von gravierten und entsprechend gekennzeichneten Sporbooten und Ausrüstungsgegenständen die Finger ließen. Die abschreckende Wirkung bestätigt auch der Fall, bei dem in Flensburg drei Boote aufgebrochen wurden. Fünf Nebenlieger mit dem Hinweisschild von WSP und Pantaenius "Vorsicht registriert!" wurden hingegen nicht angerührt.

Hilfreich war die Gravuraktion auch bei der Aufklärung einer ganzen Einbruchserie im mecklenburgischen Plau am See. So stoppten Polizeibeamte im Grengebiet Pomellen einen Pkw und entdeckten drei gravierte Außenborder, die als gestrohlen gemeldet waren. Durch die anschließende Ermittlungsarbeit konnten rund 40 Einbrüche in Bootshäusern aufgeklärt werden.

Boots-PassBei dem Präventionskonzept werden Außenbordmotoren, Bootszubehör, nautische Gegenstände und Boote mittels Gravur mit einer Individualnummer versehen. Diese Nummer wird mit anderen fahndungsrelevanten Daten in einem Boots-Pass eingetragen. Parallel dazu werden leuchtend gelbe, witterungsfeste Aufkleber auf den jeweiligen Gegenstand angebracht, die ihn als "registriert" kennzeichnen. die Präventionsmaßnahme ist für die Eigner kostenlos: Die Polizei übernimmt die Gravur und Registrierung, während Pantaenius das Gravurgerät, die Aufkleber sowie Bootspässe zur Verfügung stellt.

Aufgrund des Erfolgs haben sich mittlerweile fünf weitere Bundesländer der Aktion von Pantaenius und der WSP Schleswig-Holstein angeschlossen. Bis heute wurden knapp 10.500 Außenbordmotoren, über 2.100 Boote, 1.600 Ferngläser und fast 11.200 Ausrüstungsgegenstände registriert.

Auch in Dänemark befindet sich der Diebstahl von Außenbordern auf dem Vormarsch. Immer wieder wird hier Diebesgut aufgefunden, das nicht identifizierbar ist und daher den Eignern nicht zurück gegeben werden kann. Als Vorreiten in Sicherheitsfragen ist Pantaenius nun im Begriff eine Gravuraktion nach deutschem Vorbild auch für Dänemark auf die Beine zu stellen.

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