Feuertaufe im Schluchtertief

Yachtversicherungen versprechen meist viel und was sie davon im Ernstfall halten, möchte man in der Regel gar nicht erst herausfinden müssen. Leicht verliert man sich als Laie im Meer aus Paragraphen und die Versicherung der geliebten Yacht wird letztendlich zur Vertrauenssache. Auch Herr B. aus Aachen hatte einiges an Informationen eingeholt, bevor er sich dazu entschied seine NEBUKADNEZAR, eine Bavaria 890, bei Pantaenius zu versichern. Wie schnell er seine Entscheidung jedoch auf dem Prüfstand sehen würde, ahnte er nicht.

Nach einem Familienurlaub auf der Insel Norderney machte sich B. zusammen mit einem weiteren Crewmitglied auf, den Hafen Lauwersoog in den Niederlanden anzulaufen. Dort sollte das erst am Tag zuvor versicherte Schiff in ein Winterlager an Land gebracht werden. Den Rat des Hafenmeisters befolgend, verließen die beiden Segler Norderney zweieinhalb Stunden nach Hochwasser. Als das Schiff gerade das Schluchtertief passiert hatte, überkam sein Crewmitglied eine starke Seekrankheit. Um Schlimmeres zu vermeiden und in Anbetracht der noch zu segelnden Strecke, entschloss sich der Yachteigner zurück in den Hafen von Norderney zu fahren. Uhrzeit und Tidenhöhe stellten eine problemlose Durchfahrt in Aussicht.

Beim erneuten durchqueren des Schluchtertiefs jedoch, wurde die NEBUKADNEZAR vom Wellengang plötzlich so stark seitlich versetzt, dass sie aus der Fahrrinne auf eine Sandbank gehoben wurde. Auf Grund gelaufen, war die Segelyacht nun den weiter hereinbrechenden Wellenschlägen schutzlos ausgeliefert. Immer wieder gegen den sandigen Grund gepresst, drückte sich schließlich der Kiel des Schiffes durch dessen Rumpf. Ein Versuch aus eigener Motorkraft freizukommen verblieb ohne Erfolg und auch der Zustand des erkrankten Mitseglers schien sich nicht zu stabilisieren. B. erkannte den Ernst der Lage und alarmierte augenblicklich die Seenotretter.

Retter mit Routine

Was folgte, war ein Paradebeispiel für den Einsatz und die Zuverlässigkeit, mit der die Mitarbeiter der DGzRS Tag für Tag aufs Neue rausfahren, wenn andere in Not sind. Innerhalb von 20 Minuten traf der herbeigerufene Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN vor Ort ein und begann mit den Bergungsmaßnahmen. Wenige Minuten später bestand bereits eine feste Leinenverbindung zwischen der NEBUKADNEZAR und dem Tochterboot des Seenotkreuzers, sodass diese von der Sandbank befreit und aus der Untiefe zurück in den Hafen von Norderney geschleppt werden konnte.

Noch auf dem Weg in Richtung Insel verständigte die Crew der DGzRS ein Bergungsunternehmen vor Ort, damit das leckgeschlagene Schiff schnellstmöglich aus dem Wasser gehoben werden konnte. Dieses Bergungsunternehmen wiederum verständigte einen Gutachter mit dem Hinweis, dass es sich um ein bei Pantaenius versichertes Schiff handele. Selbst ein langjähriger Kooperationspartner des Versicherungsprofis, wusste der Sachverständige sofort was zu tun war. Noch bevor die Schadenmeldung offiziell aufgenommen wurde, griffen die Zahnräder des Pantaenius Netzwerks schon ineinander. Ein kurzes Telefonat mit den Schadenexperten von Pantaenius später, machte sich der Gutachter auf den Weg zur Insel Norderney.

Mittlerweile waren auch die Retter mit der NEBUKADNEZAR im Schlepptau auf Norderney angekommen. Dort setzten sich die bereits vorbildlich angelaufenen Hilfsmaßnahmen in einer regelrechten Polyphonie fort. Zu diesem Glück im Unglück gesellte sich auch die Tatsache, dass mit der Frau des Bootseigners eine Notärztin vor Ort war, die sofort den stark angeschlagenen Mitsegler behandeln konnte. Gleichzeitig begann das Bergungsunternehmen bereits damit das Schiff mit Hilfe von Lenzpumpen für das Kranen bereit zu machen. Aus dem Wasser gehoben, zeigte sich dann das enorme Ausmaß des Schadens an Rumpf und Kiel.
Die Retter der DGzRS glänzten an diesem Tag nicht nur durch ihren tatkräftigen Einsatz bei der Bergung des Schiffs, sondern auch durch zwischenmenschliches Fingerspitzengefühl bei der Betreuung der Kinder von Familie B. Diese durften unter fachkundiger Beaufsichtigung den Seenotkreuzer erkunden, um die Aufregung und reichlichen Schrecksekunden des Tages zu vergessen.

In sicheren Händen statt nur versichert

Für den Sachverständigen bestand nach eingehender Untersuchung kein Zweifel daran, dass es sich bei der NEBUKADNEZAR um einen wirtschaftlichen Totalschaden handelte. Familie B., die zuvor auf dem Schiff im Hafen übernachtet hatte, stand nun vor dem nächsten Problem. Eine Übernachtungsmöglichkeit musste gefunden und das mitten in der Hochsaison. Umso rührender war die Hilfsbereitschaft eines Inselbewohners, der kurzerhand seine Ferienwohnung zur Verfügung stellte. Als Herr B. am nächsten Tag eine offizielle Schadenmeldung bei Pantaenius aufgeben wollte, klingelte sein Handy: „Machen Sie sich keine Sorgen, wir wissen Bescheid. Es ist alles geregelt.“
Ohne sein Zutun hatten die routinierten Mitarbeiter der Pantaenius Schadenabteilung bereits alle nötigen Informationen erhalten und Maßnahmen in die Wege geleitet. Sogar die Entsorgung des Wracks mit der Bergungsfirma war bereits vereinbart. Kosten für den Eigner hingegen, waren keine entstanden. Alles was es nun noch zu tun galt, war die Auszahlung der Versicherungssumme für den Totalverlust abzuwickeln.

Herrn B., der nun erst seit zwei Tagen Kunde bei Pantaenius war, fiel ein Stein vom Herzen: „Die Abwicklung lief hervorragend. Es ist kaum zu glauben, wie viel Hilfsbereitschaft uns von so vielen Seiten entgegengebracht wurde. Ein riesiges Dankeschön an die DGzRS, die Helfer vor Ort und natürlich die Mitarbeiter von Pantaenius. Ohne die richtige Versicherung wäre das der teuerste Segeltörn meines Lebens geworden.“

Wieder einmal haben sich die jahrzehntelange Erfahrung und das weitläufige Netzwerk von Pantaenius mehr als bezahlt gemacht. Dank der guten Kontakte, die Pantaenius zu Boots- und Yachtspezialisten auf der ganzen Welt unterhält, gehören reibungslose Abwicklung von Schadenfällen und schnelle, unbürokratische Hilfe bei uns zum Standard. Egal ob seit einem Tag oder einem Jahrzehnt. Wir wissen um das Vertrauen, das 80 000 Kunden auf der ganzen Welt in uns setzen, und dies ist unser Ansporn niemals weniger als das Beste zu leisten. 

 

Eine zuverlässige Versicherung ist für jeden Boots- und Yachteigner unerlässlicher Begleiter auf dem Wasser. Doch auch der beste Versicherungsschutz verliert seinen Wert, wenn Schiff und Besatzung  auf hoher See in bedrohliche Situationen geraten und dort auf sich allein gestellt sind.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger leistet in dieser Sache Tag für Tag einen Dienst, der nicht hoch genug bewertet werden kann. Ob Grundberührungen oder Havarien in Sturm und Orkan. Die Retter fahren dann raus, wenn andere gerade reinkommen.

Erfahren Sie, wie Sie die Arbeit der DGzRS unterstützen können auf: 
www.seenotretter.de