Es war Montag, der 14. März 2011, als um 10.56 Uhr bei der Wedeler Feuerwehr eine Brandmeldung einging. Im Hamburger Yachthafen in Wedel wurde ein Feuer entdeckt.

Nach der Feuerwehr war der Yachtversicherungsspezialist Pantaenius einer der ersten vor Ort, um den Schaden aufzunehmen und weitere Maßnahmen einzuleiten.

Auslöser für den Alarm war eine kleine Jolle, die aus noch ungeklärter Ursache in Brand geriet. Vermutet wird, dass ein unbeaufsichtigter Heizlüfter oder Scheinwerfer umgekippt ist und das Feuer auslöste. Ein Brandlabor wurde mit der Untersuchung beauftragt. Was auch immer es war, die Ursache löste in der Folge eine gewaltige Kettenreaktion aus.

Drei Schlosser von einer benachbarten Metallverarbeitungsfirma bemerkten den schwarzen Rauch, der aus der Bootshalle hervorquoll. Ohne lange zu zögern, betraten sie die Halle und versuchten sofort, den Brand mit Feuerlöschern und Wasser einzudämmen. Ohne Erfolg! Beherzt griffen die drei Männer zu und zogen die brennende Jolle aus der Halle. Eine mutige Entscheidung, mit der ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Yachten und das Gebäude verhindert werden konnte.
Die gerufene Feuerwehr hat die brennende Jolle innerhalb kürzester Zeit löschen können. Sie erlitt einen Totalschaden. Damit aber nicht genug: Denn die 37 anderen Yachten in der Halle waren teilweise sehr stark mit Ruß und Asche verunreinigt, einige wiesen leichte Hitzeschäden auf. 14 der Schiffe waren bei Pantaenius versichert. Da ist es für den Yachtversicherungsexperten selbstverständlich, so schnell wie möglich vor Ort zu sein, um für seine Kunden die Schadenabwicklung zu organisieren.

Was die Schadenspezialisten von Pantaenius in den darauffolgenden Tagen und Wochen in die Wege leiteten, um die Schiffe zu reinigen und in den Urzustand zu bringen, war eine logistische Meisterleitung. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und der umfassenden Branchenkontakte übernahm Pantaenius nicht nur für die eigenen Kunden das Schadenmanagement, sondern im Auftrag anderer Versicherer auch für fremd versicherte Boote.

In kürzester Zeit wurde ein umfangreiches Konzept erstellt: Die Eigner wurden kontaktiert, über den Vorfall unterrichtet und mit ihnen das weitere Vorgehen abgestimmt. Das größte Problem war der Platzmangel für so viele Boote. Deshalb organisierte Pantaenius zuerst eine Halle von der Firma Peter Wrede Yachtlackierung, um dort die Reinigungsarbeiten an den verrußten Schiffen durchführen zu können. Dann wurde ein Plan erstellt, welche Schiffe in welcher Reihenfolge aus der Unglückshalle geholt werden sollten, um sie zu reinigen, zu Wasser zu lassen, zur Werft zu bringen oder abzutransportieren.

Des Weiteren bestellten die Pantaenius-Mitarbeiter Gutachter und organisierten einen dreistufigen Reinigungsprozess, der von einer Brandsanierungsfirma übernommen wurde. Besonders aufwendig war die Textilreinigung. So mussten sämtliche Sprayhoods und Bezüge demontiert und beschriftet werden, um sie nach der Reinigung wieder dem richtigen Schiff zuordnen und dort anbringen zu können. Außerdem mussten einige Masten, die ebenfalls in der betroffenen Halle lagerten, zum Rigger gebracht werden, damit dort das Tauwerk gereinigt oder ausgetauscht werden konnte.
Volle drei Wochen dauerte die gesamte Aktion, bei der fast täglich Mitarbeiter von Pantaenius vor Ort waren. Ende gut, alles gut. Das Schadenmanagement funktionierte zur Zufriedenheit aller Beteiligten, insbesondere der Eigner.