„Können wir nicht nur eine Sommerdeckung abschließen? Wir sind doch auch nur im Sommer mit unserem Boot unterwegs“. Diesen oder ähnlichen Fragen muss sich Dirk Hilcken, Sales Operations Manager beim Versicherungsexperten Pantaenius, häufiger stellen.

„Den Leuten ist gar nicht klar, welche Gefahren im Winterlager lauern“. 40 Prozent des regulierten Schadenvolumens bei Pantaenius haben hier ihren Ursprung, in den meisten Fällen durch Stürme und Feuer verursacht.

Mit seinen Vorträgen zu den häufigsten Schadenursachen informiert Hilcken regelmäßig über die Gefahrenpotenziale und sensibilisiert seine Zuhörer dafür, bei den Versicherungsbedingungen ganz genau hinzugucken. „Unwissenheit kann teuer werden. Das stellen die Eigner leider oft erst fest, wenn es zu spät ist“, so der Schadenspezialist. Das Problem sei, dass die Leute häufig nicht wüssten, worauf sie achten müssen, wenn sie unterschiedliche Versicherungsangebote vergleichen.

Beispiel „Feste Taxe“: Obwohl die Feste Taxe dank Pantaenius heute gängige Form der Kasko-Versicherung sein sollte, arbeiten die meisten Versicherer mit mehr oder weniger versteckten Zeitwertdeckungen. Oft wird dann die Versicherung entsprechend der Taxe nach dem Versicherungsvertragsgesetz abgeschlossen und als „Feste Taxe“ bezeichnet. Ist das der Fall, wird im Schadenfall überprüft, ob ein erheblicher Unterschied zum Zeitwert vorliegt und bei einem Totalverlust nicht die Versicherungssumme erstattet, auf die der Eigner jahrelang Prämien gezahlt hat, sondern nur der Wert des Schiffes zum Schadenzeitpunkt. Dabei werden Abzüge für Alter, Abnutzung und Pflegezustand vorgenommen. Was bei einem Totalverlust schwierig zu überprüfen ist. Aber was nützt die beste Versicherung, wenn dafür nicht ein gleichwertiges Schiff wieder gekauft werden kann? „Unsere Kunden sollen mit einem Blick auf die Police wissen, was Sie bei einem Totalverlust von uns erwarten können. Wir setzen daher die Feste Taxe in unseren Bedingungen mit einem Neuwert gleich, dadurch ist der Versicherungswert bei uns in dieser Höhe abgesichert.“

Allerdings hat es wenig Sinn, von gleichwertigem Ersatz zu sprechen, wenn das Schiff unterversichert ist. „Deshalb sollte jeder Eigner regelmäßig seine Versicherungspolice hinsichtlich des aktuellen Marktwertes seines Schiffes überprüfen und im Bedarf anpassen, um eine Über- oder Unterversicherung zu vermeiden“, rät Hilcken. So kann beispielsweise der Einbau einer neuen Navigationselektronik erheblichen Einfluss auf den Gesamtwert haben. Pantaenius bietet in diesem Zusammenhang fachkundige Bewertungshilfen – als Kundenservice und im Interesse stabiler Prämien. So verfügt der Versicherungsspezialist über eine der weltweit umfassendsten Schiffsdatenbanken mit sehr präzisen Angaben über den Wert einzelner Schiffstypen. Selbst Banken, Fahndungsbehörden und Versicherungen in ganz Europa richten sich danach.

Ein weiterer Angelpunkt ist das Thema Restwert, der je nach Versicherung ganz unterschiedlich ausgelegt wird, wie Hilcken weiß: „Wichtig ist, dass die Versicherungsbedingungen nur den Abzug eines erzielbaren Restwertes von der Entschädigung vorsehen.“. Dann zählt nämlich nicht einfach der durch einen Sachverständigen taxierte Restwert, sondern eine nachweisbare Verkaufsmöglichkeit, zum Beispiel ein verbindliches Kaufangebot. Denn, was soll man ohne Schiff mit einem Rigg, das woanders nicht draufpasst und deshalb unverkäuflich ist?

Ein Punkt, auf den Hilcken bei seinen Vorträgen immer wieder hinweist, sind Entsorgungs-, Bergungs- und Wrackbeseitigungskosten, die viele Eigner häufig gar nicht auf dem Zettel haben. „Viele Versicherungsnehmer glauben, dass Wrackbeseitigung oder Bergung über die Haftpflicht versichert sind. Das ist ein Trugschluss. Deshalb muss das auf jeden Fall in der Kasko-Versicherung inkludiert sein, und zwar separat von der Versicherungssumme und in unbegrenzter Höhe. Der Bergungsaufwand kann nämlich schnell den Wert des Schiffes übersteigen.“
Dem Versicherungsspezialisten von Pantaenius fallen noch zahlreiche weitere Tücken ein, über die Schiffseigner bei Abschluss einer Versicherungspolice stolpern können – ob die Regulierung von Teilschäden, der Landtransport von Yachten, die Versicherung von persönlichen Effekten oder die Haftpflichtversicherung. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass man einen Versicherungspartner hat, der nicht nur die Versicherungsbranche, sondern auch das Wassersportgeschäft kennt und einen entsprechenden Beratungs- und Kundenservice anbieten kann. Welcher Allround-Anbieter weiß denn schon über Regatta-Regeln bescheid, wenn er selber nie eine Regatta gesegelt ist.“

Wer mehr über die häufigsten Schadenursachen und wie man sich dagegen absichern kann, erfahren möchte: Pantaenius bietet Marinas, Yachthafengemeinschaften, Segel- und Motorbootvereinen sowie Verbänden und sonstigen Interessengemeinschaften kostenlose Vortragsveranstaltungen an. Kontakt: Tel. +49-(0)40-37 09 10, info@pantaenius.com