Seit zehn Jahren gehen die Wasserschutzpolizei (WSP) und Pantaenius gemeinsam gegen den Diebstahl von und auf Sportbooten vor. Sie haben nicht nur Einbrüche verhindert und Gauner gestellt, sie haben für ihre gemeinsame Präventionsaktion „Gravierend mehr Sicherheit“ sogar schon Preise und Auszeichnungen erhalten.

Seit zehn Jahren gehen die Wasserschutzpolizei (WSP) und Pantaenius gemeinsam gegen den Diebstahl von und auf Sportbooten vor. Sie haben nicht nur Einbrüche verhindert und Gauner gestellt, sie haben für ihre gemeinsame Präventionsaktion „Gravierend mehr Sicherheit“ sogar schon Preise und Auszeichnungen erhalten. Grund genug, einen Rückblick auf zehn Jahre erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung zu werfen.

„Als 2002 Günter Herrmann von der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein auf uns zukam und den Vorschlag unterbreitete, gemeinsam eine Gravuraktion von Außenbordern zu starten, war ich davon anfangs gar nicht überzeugt“, gibt Harald Baum, Gründer und Geschäftsführer von Pantaenius Yachtversicherungen, zu.

Irgendwie schmeckte ihm der Gedanke gar nicht, Boote, Außenborder und Ausrüstungsgegenstände registrieren zu lassen. Letztendlich ließ sich Baum aber doch von seiner Schadenabteilung überzeugen. Die Schadenexperten hofften, mit der Gravur aufgespürtes und sichergestelltes Diebesgut besser zuordnen zu können. Immerhin zählt Diebstahl zu den fünf häufigsten Schadenursachen (elf Prozent) bei Pantaenius. Zehn Jahre später hat sich diese Hoffnung bestätigt. Und nicht nur das: Das Projekt hat sich auch als Präventionsmaßnahme mit Vorbildcharakter etabliert.   

Abschreckende Wirkung auf Langfinger

Wie die WSP Flensburg bestätigt, hat sich die Gravuraktion mittlerweile in Verbrecherkreisen herumgesprochen. So hätten Täter bei Vernehmungen erklärt, dass sie von gravierten und entsprechend gekennzeichneten Sportbooten und Ausrüstungsgegenständen die Finger ließen. Die abschreckende Wirkung bestätigt auch ein Fall, bei dem in Flensburg drei Boote aufgebrochen wurden. Fünf Nebenlieger mit dem Hinweisschild von WSP und Pantaenius „Vorsicht, registriert!“ wurden hingegen nicht angerührt.

Hilfreich war das Projekt auch bei der Aufklärung einer ganzen Einbruchserie im mecklenburgischen Plau am See. So stoppten Polizeibeamte im Grenzgebiet Pomellen einen Pkw und entdeckten drei gravierte Außenborder, die als gestohlen gemeldet waren. Durch die anschließende Ermittlungsarbeit konnten rund 40 Einbrüche in Bootshäusern aufgeklärt werden.

Bei dem Konzept werden Außenbordmotoren, Bootszubehör, nautische Gegenstände und Boote mittels Gravur mit einer Individualnummer versehen. Diese Nummer wird mit anderen fahndungsrelevanten Daten in einem Bootspass eingetragen. Parallel dazu werden leuchtend gelbe, witterungsfeste Aufkleber auf den jeweiligen Gegenstand angebracht, die ihn als „registriert“ kennzeichnen. Die Maßnahme ist für den Eigner kostenlos: Die Polizei übernimmt die Gravur und Registrierung, während Pantaenius das Gravurgerät, die Aufkleber sowie Bootspässe zur Verfügung stellt.

Immer mehr Bundesländer ziehen nach

Aufgrund des Erfolgs haben sich mittlerweile fünf weitere Bundesländer der Aktion von Pantaenius und der WSP Schleswig-Holstein angeschlossen: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern, Sachsen und Berlin. Weitere Bundesländer haben das Konzept als Vorbild genommen und vergleichbare Projekte angeschoben. Bis heute wurden knapp 10.500 Außenbordmotoren, über 2.100 Boote, 1.600 Ferngläser und fast 11.200 Ausrüstungsgegenstände registriert.

„Für uns ist die Gravuraktion eine wichtige Präventionsmaßnahme zur Risikominimierung“, bestätigt Harald Baum. Dass sein Unternehmen sowie die WSP Flensburg 2005 für den Einsatz auch noch den Präventionspreis des Landes Schleswig-Holstein vom damaligen Innenminister Stegner überreicht bekamen, ist eine zusätzliche Bestätigung für die Bemühungen.

 
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